• Manuel

Ein Wochenende in... Washington D.C.

Aktualisiert: Juni 23


Ich mag D.C! Ich mag D.C. sogar mehr als NYC aber ein bisschen weniger als Chicago. Warum? Weil D.C. ruhig ist, D.C. ist voller Geschichte, D.C. ist sauber, nicht so hektisch, hat tolle Parkanlagen und (fast) alles ist gut zu Fuß zu erreichen. Vor allem aber sind die meisten Museen kostenlos, bzw. die Museen, welche Eintritt verlangen, sind ihr Geld wert. Egal ob es warm oder kalt ist, ob die Sonne scheint oder es regnet: in Washington gibt es immer etwas zu sehen.


Mein erstes Mal in D.C. war 2017, wir waren auf Kreuzfahrt in der Karibik und wollten von San Juan via Dulles zurück nach Deutschland. Meine bessere Hälfte war 2001 für ein Jahr in Washington Au-Pair, weshalb wir die Chance auf ein Wiedersehen mit der Gastfamilie nutzten. 2018 sind wir passend zur Kirschblüte nach D.C. geflogen, natürlich inkl. dem Wiedersehen mit der Gastfamilie. 2020 wird Washington aufgrund einer kleinen Pandemie wohl leider ins Wasser fallen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben...




Rundtour über die National Mall inkl. Weißes Haus und Kapitol


Wer fit ist oder fit werden möchte, für den lohnt sich eine morgendliche Jogging-Runde über die National Mall. Glücklicherweise ist man normalerweise durch den Jetlag früh wach, die Stadt ist noch leer, man kann die tolle Morgenluft genießen und schöne Fotos ohne viele Menschen machen.


Mit etwas mehr Zeit kann man in ca. 4 Studen (ohne Pausen) die National Mall inkl. der vielen Monuments, dem Titan Basin, dem Kapitol, der Kongressbibliothek und dem weißen Haus abwandern. Natürlich haben wir für die Tour länger gebraucht, es gibt einfach zu viele, schöne Fotomotive und die einzelnen Memorials sind überwältigend.


4 Stunden Rundweg in D.C.


Neben den vielen Memorials, übrigens, das Franklin Delano Roosevelt Memorial ist meiner Meinung nach eines der schönsten, lohnt sich auch ein Abstecher zum "John F. Kennedy Center for the Performing Arts". Man kann kostenlos auf das Dach und die Aussicht auf D.C. genießen. Wer möchte kann das Dach auch für eine weitere Joggingrunde nutzen.





Das Kapitol


Ich wollte schon immer einmal ins Kapitol. Natürlich hatten wir Washington mal wieder so spontan in unsere Reise aufgenommen, daß die vorab Reservierung einer Tour nicht möglich war. Meine Hoffnung auf einen der limitierten "Same Day Passes" war gering, dennoch versuchten wir unser Glück. Und siehe da: Ein freundlicher Mitarbeiter hat uns am Eingang direkt eine Karte für die nächste Führung in 10 Minuten in die Hand gedrückt. Die Tour hat eine gute Stunde, vielleicht auch 90 Minuten gedauert und sich sehr gelohnt.




Arlington National Cemetery


Sehenswert ist auch der Nationalfriedhof in Arlington. Auf diesem Friedhof finden täglich im Schnitt 15 Beisetzungen statt. Jedes aktive Mitglied der Streitkräfte darf auf dem Nationalfriedhof beigesetzt werden, dazu auch teilweise Veteranen, Kinder und Witwen von Soldaten (unter bestimmten Voraussetzungen) sowie alle Präsidenten der USA.


So wurden beispielsweise John F. Kennedy und Jecky Kennedy in Arlington begraben. Aber auch Bobby und Ted Kennedy fanden hier ihre letzte Ruhe. Den Astronauten vom Challenger Absturz wurde genauso ein Memorial in Arlington geschaffen, wie auch den Opfern des Lockerbie Attentats und selbstverständlich befinden sich auch hier die Grabmäler der unbekannten Soldaten aus den beiden Weltkriegen, dem Korea- und dem Vietnamkrieg.


Arlington ist sehr weitläufig und hügelig, was man durchaus unterschätzt. Auch hier muss man locker 1,5 - 2 Stunden einplanen.




Steven F. Udvar-Hazy Center


Habe ich schon erwähnt, daß ich Flugzeuge mag? Eines der absoluten Highlights für Flugzeugliebhaber ist das National Air and Space Museum. Hiervon gibt es zwei. Eines direkt auf der National Mall und ein weiteres, größeres am Dulles Airport. Beide Museen sind absolut sehenswert. So kann man im Museum an der Mall die berühmte "Spirit of St. Louis" oder einen originalen Lilienthal Gleiter bewundern.


Mehr Exponate aufgrund mehr Platzmöglichkeiten sind jedoch im Steven F. Udvar-Hazy Center zu sehen. Neben einem Space-Shuttle (Discovery), einer Backbird steht hier auch die originale Enola Gay (der Bomber, der die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hat) und eine Concorde. Sogar die Kapsel von Felix Baumgartner hat es ins Udvar-Hazy Center geschafft.


Wer noch viel Zeit vor seinem Weiterflug hat oder insgesamt Flugbegeistert ist, für den lohnt sich ein Besuch des National Air und Space Museums.





Alexandria


Knapp 10 Kilometer südlich von D.C. liegt Alexandria. Gerade "Old Town" ist ein kurzer Abstecher wert, wenn man die Zeit dafür hat. Man erreicht Alexandria schnell und günstig mit der blauen und gelben Metro von D.C. (Haltestelle "King Street Station". Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten.



Mich hat Alexandria ein wenig an eine Mischung aus Notting Hill in London und Santa Barbara in Kalifornien erinnert. Eine sehr schöne, gemütliche Einkaufsstraße, die King Street mit vielen kleinen Geschäften und Restaurants. Man ist recht schnell bis zum Potomac River gelaufen und kann es sich dort an der Waterfront gemütlich machen. Da wir am Abend noch zum Dinner in D.C. verabredet waren, haben wir uns einen "kleinen" Mittagssnack bei Chipotle gegönnt und unseren Burrito an der Waterfront verspeist. Einer Insiderin zu Folge gibt es jedoch auf der King Street bei "Bugsy's Pizza Restaurant and Sports Bar" eine der besten Pizzen im Umkreis von ganz D.C. Die werde ich mir das nächste Mal nicht entgehen lassen.






Coming up next: Georgetown & Adams Morgan


Zu guter letzt noch ein paar Empfehlungen aus der Kategorie "Essen & Trinken":




#Reise #Washington #Städtetrip

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