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  • manueldjung

Anleitung für einen Kurztrip nach Neuengland (Boston | Cape Cod | Newport | Province Town)


 


Aufenthaltsdauer: Mindestens 5 Tage

Stopps: Boston | Newport | Hyannis Port | Provincetown




Inhalt:

Boston

Ankommen und übernachten

Rumkommen

Essen & Snacken

Shoppen

Newport

Ankommen und übernachten

Rumkommen

Essen & Snacken

Provincetown

Ankommen und übernachten (inkl. Hyannis Port)

Rumkommen

Essen & Snacken



 

Boston


Kurzvorstellung Boston:
Die Stadt Boston liegt an der Atlantikküste im Nordosten der USA, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts, wurde 1630 gegründet und hat rund 680.000 Einwohner. Sie liegt somit größentechnisch zwischen Stuttgart und Frankfurt. Berühmt ist "Athens of America" vor allem für seinen, zumindest für nordamerikanische Verhältnisse, alten Stadtkern, die geschichtlichen Einflüsse auf den Rest der USA (Boston Tea Party und den sich hieraus resultierenden Unabhängigkeitskrieg) sowie für die Eliteuniversitäten Harvard und das MIT. 

Die umliegenden, breiten Sandstrände und mit Gras bewachsenen Küstenstreifen erinnern sehr an die Nordseestrände in Deutschland und den Niederlanden. Im Gegensatz zum hektischen New York oder dem politischen Washington D.C. besticht Boston durch einen ruhigen, maritimen Charme und einem angenehmen Understatement, wohlwissend, daß Bostoner nicht umsonst das Zentrum der sogenannten Ostküstenelite sind. 


Skyline von Boston, während der Fährfahrt vom Flughafen


Boston hat gegenüber andern Städten in den USA (abgesehen von Las Vegas und San Diego) einen riesigen Vorteil: Der internationale Flughafen liegt fast in der Innenstadt. Lange Fahrten vom Flughafen in die Stadt oder umgekehrt sind nicht notwendig. Einer der Gründe warum ich Boston mag. Der zweite Grund: In Massachusetts ist die "Sales-Tax" vergleichsweise gering, eine "Local-Tax" existiert nicht und bei Bekleidung wird erst ab einem Warenwert über 175 USD eine Steuer erhoben. Kurzum: Boston und die umliegenden Shopping-Malls eignen sich hervorragend zum Power-Shoppen. Dazu ist die Stadt mit ihren historischen Stätten sehenswert, das Umland mindestens lohnenswert.


 

Ankommen und übernachten:


Der Boston Logan Airport liegt direkt angrenzend zum Stadtkern auf einer vorgelagerten Insel. Vom Flughafen gelangt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn "Blue Line", Bus "Silver Line SL1 und SL3" oder mit einer Fähre in die Innenstadt. Um vom Flughafen zur Fähre zu kommen, muss man mit dem kostenlosen Shuttle-Bus #66 (fährt alle 10 Minuten) bis zum "Boston Logan Dock" / "Water Shuttle Dock" fahren. Hier wartet i.d.R. Personal, um ein Water Taxi zu rufen.


Natürlich kann man auch ein reguläres Taxi oder ein Uber nehmen. Der Uber Pickups-Point befindet sich allerdings nicht beim allgemeinen Taxistand sondern im Bereich des "Central Parking". Der Weg ist mit "Central Parking/Ride App Pickups" ausgeschildert. Selbstverständlich findet man im oder nahe des Flughafens auch diverse Mietwagengesellschaften. Aufgrund der hohen Parkgebühren in der Stadt, lohnt sich ein Mietwagen allerdings nur, wenn man vorhat die Stadt zu verlassen.


Am Flughafen gibt es leider keine Möglichkeit, Gepäck für ein paar Stunden in ein Schließfach einzuschließen. Allerdings hat die "Chicago Water Taxi"-Fährgesellschaft eine Kooperation mit dem Marriott Hotel in der Innenstadt geschlossen. Somit kann man bequem mit einer kleinen Fähre vom Flughafen zum Hotel fahren und dort auch als nicht-Hotelgast das Gepäck einschließen lassen. Zurück zum Flughafen geht es ebenfalls direkt per Boot.


Hotels in Boston können extrem teuer sein (ähnliches Preisniveau wie New York), vor allem wenn Messen, Festivals oder Sportevents sind. Wir hatten Glück und eine günstige Rate im "HolidayInn Express & Suites Boston - Cambridge" bekommen. Das Hotel ist sicherlich keine Schönheit, dafür zweckmäßig, sauber und in der Nähe der Innenstadt. Bis zur nächsten Tram-Haltestelle "Lechmere" läuft man ca. 350 Meter und ist keine 10 Minuten später mitten im Getümmel.



 

Rumkommen:


Wohl am berühmtesten in Boston der ca. 4 Kilometer lange, kostenlose "Freedom Trail"; ein Backsteinpfad, der zu 16 historische Sehenswürdigkeiten führt. Startpunkt des Freedom Trails ist vor dem Visitor Center im Boston Common Park. Das Visitor Center erreicht man am Besten mit der "Red Line", Haltestelle "Park Street". Ich empfehle einen Reiseführer mit Begleitinformationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten einzupacken, oder mit verfügbaren Datenvolumen die Wikipedia-Seite zum Freedom Trail offen zu halten. Wenn ich mich richtig erinnere, kann man auch im Visitor Center kostenlose Flyer mitnehmen, der Informationsgehalt ist aber entsprechend aggregiert.



Eine Karte des Trails inkl. der einzelnen Sehenswürdigkeiten könnt ihr über diesen Link herunterladen.


Für die Tour sollte man seine ID (Personalausweis oder Reisepass) dabei haben. Der Besuch der USS Constitution ist kostenlos, man muss hier jedoch seinen Pass vorzeigen. Anderenfalls wird man nicht auf das Schiff gelassen.



 

Essen und Snacken:


In Boston wird man sicherlich nicht verhungern. Wer sich auf dem Freedom Trail befindet und Hunger bekommt, der ist an, um und in der "Faneuil Hall" gut aufgehoben. Im Inneren der alten Markthalle gibt es unzählige kleine Essensstände mit Seafood, indisches und griechisches Essen und diverse Süßigkeiten. Auch wer keinen Hunger hat, der wird es wohl nur mit übermenschlicher Willenskraft nach draußen schaffen, ohne dort etwas für die Seele zu kaufen.


Eine weitere Institution für leichtgewichtigen Süßkram ist "Mike's Pastry" (300 Hanover St, Boston, MA 02113). Für die berühmte "Cannoli" (nicht zu verwechseln mit Cannelloni) muss man manchmal auch bis auf die Straße heraus anstehen. Es lohnt sich aber definitiv!




Nicht günstig aber bei gutem Wetter mit einer schönen, ruhigen Aussicht, direkt am Meer gelegen ist das "Chart House" (60 Long Wharf, Boston). Hier findet man neben Seafood und Steak auch klassisch einen Burger auf der Speisekarte.


Lunch im Chart House

 

Shoppen:


Im Umkreis der "Faneuil Hall" befinden sich unzählige kleine, bekannte und weniger bekannte Einzelhändler. Die wohl beste und bekannteste Möglichkeit in Boston shoppen zu gehen ist die "Newbury Street" im Südwesten der Innenstadt. Neben unzähligen Geschäften findet man hier auch viele kleine Bars und Cafés. Ein Besuch lohnt sich auch, wenn man nicht auf Einkaufstour ist. In der Straße stehen sehr schöne Häuser, es ist recht aufgeräumt und sehr sauber. Im Umkreis der Newbury St. befindet sich auch das "Prudential Center" und das "Copley Place"; beides jeweils recht große Shopping Mails.




Die größten Schnäppchen macht man jedoch, wenn man sich auf den Weg in das ca. 60 Kilometer entfernte "Wrentham Village Premium Outlet" macht. Mit dem Mietwagen ist man in ca. 45 Minuten dort. Hier findet man unzählige Marken-Stores mit günstigen Preisen. Ich habe sogar schon von Menschen gehört, die sich hier mitten im Sommer ein neues Snowboard-Outfit gekauft haben, weil es unfassbar günstig war...




 

Newport


Kurzvorstellung Newport:
Newport ist eine, ca. 120 Kilometer südlich von Boston gelegene, maritime Kleinstadt mit ungefähr 25.000 Einwohnern. Berühmt ist Newport als Sommerferienort und für seine vom Geldadel geprägten Villen am Meer. In Newport befindet sich die International Tennis Hall Of Fame und das 1884 gegründete Naval War Collage.